Leonie

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Leonie ist…
22 Jahre alt und studiert Medizin. In Basel fühlt sie sich fast immer sicher. Das liegt aber auch daran, dass sie genau weiss, wo sie Nachts nicht durchlaufen sollte. Dennoch gehen ihr Gedanken wie «Hoffentlich bin ich nicht zur falschen Zeit, am falschen Ort», «Je schneller ich laufe, desto schneller bin ich da» oder «Hört mich jemand, wenn ich schreie oder um Hilfe rufe?» oftmals durch den Kopf. So verspürt sie auch eine gewisse Panik auf dem Heimweg. Es gebe keinen Zeitpunkt am Tag, an dem sie so schnell mit dem Fahrrad zuhause ist, wie wenn sie nachts den Heimweg bestreitet.

Sie erinnert sich nur ungerne an die Zeiten, in denen sie mit dem Bus nach hause fuhr und dann die letzten 200 Meter zur Haustüre rannte. Mit dem Schlüssel in der einen und dem Handy in der anderen Hand. Diese Dinge müssen sich laut Leonie ändern, denn der Gedanke auf einen tollen Abend mit Freunden verzichten zu müssen, aus Angst vor dem Heimweg, macht sie wütend. Abstimmen darf die Berlinerin, die seit 14 Jahren in Basel wohnt nicht, aber Themen wie Bildung, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung sind ihr trotzdem sehr wichtig. Dazu kommen Investitionen in die Wirtschaft und Forschung, die vor allem in einem Land wie der Schweiz wichtig seien. Als allgemein grosses Problem in unserer Gesellschaft sieht Leonie, wie verkrampft die Menschen an alten Meinungen, Traditionen und Werten festhalten. Ihr fehlt die Offenheit neuem gegenüber.

Hör ihr zu:

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